Metall mit Laser schneiden – Verfahren, Vorteile & Anwendungen

Veröffentlicht am
December 10, 2025
Metall mit Laser schneiden
Inhalt

Laserschneiden ist heute das bevorzugte Verfahren für präzise Metallzuschnitte. Dieser Artikel zeigt, wie Faser- und CO₂‑Laser arbeiten, welche Materialien sie bearbeiten können und welche Vorteile – wie hohe Schnittqualität, Geschwindigkeit und Flexibilität – damit einhergehen. Sie erfahren, wie Maschinen wie AMADA VENTIS und ENSIS funktionieren, welche Designaspekte zu beachten sind und welche Branchen besonders profitieren. Darüber hinaus werden Praxisbeispiele und häufige Fragen beantwortet.

Die Faszination des Laserschneidens

In vielen modernen Produktionsprozessen ist das Schneiden von Metallen ein entscheidender Schritt. Während früher mechanische Verfahren wie Sägen oder Stanzen dominierten, hat sich das Laserschneiden in den letzten Jahren als Standard für präzise und flexible Zuschnitte etabliert. Ein gebündelter Lichtstrahl trennt das Material kontaktlos, schmilzt oder verdampft es und hinterlässt glatte, saubere Schnittkanten. Ob bei dünnem Edelstahl, dickem Baustahl oder reflektierendem Aluminium – Laserschneiden ist vielseitig einsetzbar. In diesem Artikel beleuchten wir die Technologie hinter dem Laserstrahl, stellen verschiedene Lasertypen vor, erklären die Vorteile und zeigen anhand von GEMTEC‑Maschinen, wie professionelle Laserbearbeitung funktioniert. Zudem erhalten Sie Tipps, wie Sie Ihr Projekt optimal für das Laserschneiden planen und welche Faktoren den Erfolg beeinflussen.

Grundlagen des Laserschneidens

Was ist ein Laser?

„Laser“ steht für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“. Ein Laser erzeugt gebündeltes, kohärentes Licht mit hoher Energiedichte. Das Prinzip beruht darauf, dass Elektronen in einem Lasermedium – wie einem Gasgemisch, einem Kristall oder einer Laserdiode – angeregt werden und beim Zurückfallen auf ihr Grundniveau Photonen aussenden. Diese Photonen verstärken sich gegenseitig, werden durch Spiegel reflektiert und verlassen den Resonator als ein Lichtstrahl mit einer definierten Wellenlänge. Die Intensität und Fokussierbarkeit des Lasers macht ihn zu einem perfekten Werkzeug für Schneid- und Bearbeitungsprozesse.

Wie funktioniert das Laserschneiden?

Beim Laserschneiden wird der Laserstrahl über eine Optik fokussiert und trifft auf die Oberfläche des Metallblechs. Die hohe Energiedichte erhitzt das Material innerhalb kürzester Zeit auf den Schmelz- oder Verdampfungspunkt. Ein Gasstrom (bei Sauerstoff‑ oder Stickstoffschneiden) bläst die geschmolzene oder verdampfte Materialschicht aus der Schnittfuge und verhindert Oxidation. Die Bewegungen des Laserstrahls werden mithilfe von CNC‑Steuerungen präzise und reproduzierbar ausgeführt. Durch das Kontaktlose Schneiden entsteht kaum mechanische Belastung, und es treten minimaler Verzug und geringe Gratbildung auf. Moderne Faserlaser haben eine hohe Energieeffizienz und können verschiedene Materialdicken verarbeiten.

Lasertypen: CO₂‑Laser und Faserlaser

CO₂‑Laser erzeugen Licht mit einer Wellenlänge von etwa 10,6 µm. Sie verwenden ein Gasgemisch aus Kohlenstoffdioxid, Stickstoff und Helium. CO₂‑Laser werden seit Jahrzehnten zum Schneiden verwendet und eignen sich besonders gut für nichtmetallische Werkstoffe (Holz, Kunststoffe) und für dickere Stahlbleche. Allerdings sind sie weniger effizient als Faserlaser, da ihre Strahlung schwerer zu fokussieren ist und mehr Energie verloren geht.

Faserlaser erzeugen Licht mit einer Wellenlänge von etwa 1,06 µm. Die Verstärkung findet in einer Glasfaser statt, die mit seltenen Erden dotiert ist. Faserlaser sind effizienter, kompakter und wartungsärmer als CO₂‑Laser. Sie können auch reflektierende Materialien wie Aluminium, Kupfer oder Messing schneiden. Durch ihre hohe Energieeffizienz sind sie besonders wirtschaftlich. Faserlaser haben sich daher in den letzten Jahren im Bereich des Metallschneidens durchgesetzt.

Metall mit Laser schneiden

Vorteile des Laserschneidens

Die Beliebtheit des Laserschneidens resultiert aus zahlreichen Vorteilen, die gegenüber mechanischen Schneidverfahren bestehen.

Präzision und Schnittqualität

Der Laserstrahl kann sehr fein fokussiert werden und erzeugt Schnittfugen im Zehntelmillimeterbereich. Dadurch lassen sich komplexe Formen, filigrane Konturen und kleinste Ausschnitte präzise schneiden. Die Schnittkanten sind glatt und benötigen kaum Nachbearbeitung. Selbst bei Materialien wie Edelstahl, die zu Schlacke oder Gratbildung neigen, sorgt der Laser für saubere Schnitte. Die hohe Wiederholgenauigkeit ermöglicht Serienproduktion mit konstanter Qualität.

Flexibilität und kurze Rüstzeiten

Beim Laserschneiden ist kein Werkzeugwechsel erforderlich. Ein digitaler Datensatz (z. B. DXF oder STEP) reicht aus, um die Maschine zu programmieren. Änderungen in der Geometrie lassen sich schnell anpassen, ohne dass neue Stanzwerkzeuge angefertigt werden müssen. Dies macht das Verfahren ideal für Einzelstücke, Prototypen und kleine Serien, bei denen eine hohe Flexibilität erforderlich ist.

Hohe Schneidgeschwindigkeit

Faserlaser arbeiten mit hoher Geschwindigkeit, insbesondere bei dünnen und mittleren Blechstärken. Ein Teil kann innerhalb weniger Sekunden geschnitten werden. Dank der geringen Wärmeeinflusszone tritt kaum Verzug auf, was die Effizienz weiter steigert. Die Produktionszeit pro Teil sinkt, und die Wirtschaftlichkeit steigt.

Wenig Materialverlust

Die Schnittfuge ist äußerst schmal, was den Materialverlust minimiert. Im Vergleich zu mechanischen Verfahren gibt es kaum Anfall von Spänen oder Abfall. Das macht Laserschneiden nachhaltig und ressourcenschonend.

Vielseitigkeit der Materialien

Faserlaser schneiden nicht nur Stahl und Edelstahl, sondern auch Aluminium, Messing oder Kupfer. Mit einer entsprechenden Anpassung der Laserparameter lassen sich unterschiedliche Materialstärken und -arten bearbeiten. Auch Materialien mit hoher Reflektivität können mit speziellen Faserlasern sicher geschnitten werden.

Grenzen und Herausforderungen des Laserschneidens

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Grenzen und Aspekte, die beim Einsatz von Laserschneidern berücksichtigt werden müssen.

Maximale Materialdicke

Je nach Laserleistung gibt es Grenzen bei der Materialdicke. Faserlaser schneiden dünne und mittlere Materialstärken sehr schnell und sauber. Bei sehr dicken Blechen (über 25 mm) kann jedoch die Schnittqualität abnehmen, die Schnittkante wird breiter und der Energieverbrauch steigt. CO₂‑Laser können dickere Bleche schneiden, sind jedoch weniger effizient.

Reflektierende Materialien

Materialien wie Kupfer oder Messing reflektieren Laserstrahlung. Spezielle Faserlaser mit besonderen Wellenlängen oder Schutzsystemen sind erforderlich, um Schäden am Lasergenerator zu verhindern. Zudem ist die Schnittgeschwindigkeit bei stark reflektierenden Metallen geringer.

Investitionskosten

Laseranlagen sind in der Anschaffung kostenintensiv. Die hohe Investition amortisiert sich allerdings durch geringen Werkzeugverschleiß, niedrige Betriebskosten und effiziente Produktion. Für kleine Betriebe kann die Anschaffung einer eigenen Anlage schwierig sein; daher bietet GEMTEC Laserschneiddienstleistungen an, die Unternehmen ohne eigene Maschinen nutzen können.

Maschinenpark bei GEMTEC: Modernste Lasertechnologie

GEMTEC verfügt über mehrere Laserschneidmaschinen, um unterschiedlichste Anforderungen abzudecken. Die Maschinen sind in einer klimatisierten Halle untergebracht, um konstante Bedingungen für höchste Präzision zu gewährleisten.

AMADA LC 2515 C1 AJ – Stanz-Laser-Kombination

Dieses Kombigerät vereint Stanzen und Laserschneiden. Es hat einen 22‑Tonnen‑Stanzkopf und einen 3‑kW‑Faserlaser. Durch einen 44‑Stationen‑Revolver können Werkzeuge für verschiedene Lochungen und Umformungen bereitgehalten werden. Das Kombinationsprinzip erlaubt es, Standardlochungen zu stanzen und komplexe Außenkonturen zu lasern, ohne das Werkstück umzuspannen. Dadurch reduziert sich die Bearbeitungszeit, und die Teile werden sehr präzise.

AMADA VENTIS 3015 AJ – Faserlaser mit LBC‑Technologie

Die VENTIS 3015 AJ ist eine Faserlasermaschine, die dank der Locus Beam Control (LBC) den Laserstrahl im Schnittspalt moduliert. Dies führt zu besonders glatten Schnittkanten und ermöglicht, je nach Modus, eine höhere Schnittgeschwindigkeit oder eine bessere Oberflächenqualität. Mit 4 kW Leistung kann die Maschine Edelstahl bis 15 mm drosselfrei schneiden. Sie reduziert den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen 4‑kW‑Lasern um etwa 30 Prozent. Die LBC‑Technologie erlaubt die Anpassung des Strahlprofils an unterschiedliche Materialien und Blechdicken, wodurch eine herausragende Schnittqualität erzielt wird.

AMADA VENTIS 3015 AJ – Faserlaser mit LBC‑Technologie

AMADA ENSIS 4020 AJ – Variable Strahlsteuerung für große Formate

Die ENSIS 4020 AJ verfügt über eine variable Strahlsteuerung, die den Fokus und die Intensität des Laserstrahls an die Materialdicke anpasst. Sie bearbeitet Bleche mit Abmessungen bis 4 × 2 Metern und Materialien wie Stahl, Edelstahl, Aluminium und Buntmetalle. Dank der adaptiven Strahlformung können dünne Bleche schnell und dicke Bleche mit hoher Qualität geschnitten werden. Automatisierte Be- und Entladeeinheiten sorgen für hohe Produktivität.

Weitere Laseranlagen und Automatisierung

Ergänzt werden diese Maschinen durch kleinere Laseranlagen für Prototypen und Kleinserien sowie automatisierte Palettenwechsler, die den Materialfluss optimieren. Eine geschlossene Steuerung sorgt dafür, dass Parameter wie Leistung, Fokuslage und Gaszusatz reproduzierbar eingestellt werden können.

Der Schneidprozess im Detail

Schauen wir uns an, wie ein Werkstück auf einer Laserschneidmaschine bearbeitet wird, von der Programmierung bis zum fertigen Zuschnitt.

1. Datenerstellung und Programmierung

Der Prozess beginnt mit der Erstellung einer CAD‑Datei, die die Konturen und Abmessungen des zu schneidenden Teils enthält. Diese Datei wird in ein CAM‑Programm importiert, das den Schneidpfad sowie Ein- und Ausstechpunkte festlegt. Die Software optimiert die Reihenfolge der Schnitte, minimiert Abfall und berücksichtigt die Materialausdehnung. Anschließend werden die Laserparameter – Leistung, Fokus und Gasdruck – definiert.

2. Materialbereitstellung und Positionierung

Das Rohblech wird auf den Tisch der Lasermaschine gelegt, häufig mithilfe von Vakuumkränen oder automatisierten Ladeeinrichtungen. Die Maschine richtet das Blech aus, um eine exakte Positionierung zu gewährleisten. Messsysteme prüfen die Lage und gleichen eventuelle Abweichungen automatisch aus.

3. Schneidvorgang

Der Laser fährt die programmierten Bahnen ab. Beim Einstechen punktiert der Laser das Material, bevor die Kontur geschnitten wird. Ein Gasstrom – Stickstoff oder Sauerstoff – unterstützt den Schneidprozess: Stickstoff verhindert Oxidation (wichtig für Edelstahl), während Sauerstoff eine exotherme Reaktion erzeugt, die das Schneiden von Baustahl unterstützt. Der Schneidkopf bewegt sich präzise über das Material, oftmals mit Geschwindigkeiten von mehreren Metern pro Minute. Modernes Schneidhead-Design sorgt dafür, dass der Fokus der Laseroptik konstant bleibt, auch bei schnellen Richtungswechseln.

4. Entladen und Sortieren

Nach dem Schneiden wird das fertige Teil aus dem Rohblech entnommen. Das kann manuell oder automatisiert erfolgen. Restgitter und Abfallstücke werden entfernt. Automatische Sortierstationen können die Zuschnitte nach Auftrag oder Material ordnen. Anschließend folgt, falls erforderlich, die Nachbearbeitung wie Entgraten oder Schleifen.

Design- und Konstruktionsrichtlinien für Laserschneiden

Damit Ihre Teile optimal gelasert werden können, sollten Sie bereits in der Konstruktionsphase bestimmte Regeln beachten.

Mindeststege und Kerbwirkung

Beim Laserschneiden sollten dünne Stege zwischen Schnittlinien eine Mindestbreite aufweisen, um Stabilität zu gewährleisten. Für Bleche bis 3 mm Dicke empfiehlt sich ein Steg von mindestens 0,5–1 mm. Bei dickeren Blechen sollte der Steg entsprechend größer sein. Achten Sie darauf, scharfe Ecken durch kleine Radien zu ersetzen, um Kerbspannungen zu reduzieren. Dies verbessert die Festigkeit und verhindert Risse.

Bohrungen und Aussparungen

Kleine Bohrungen im Laserprozess sind möglich, aber bei Durchmessern unter dem Materialdoppelten kann die Qualität leiden. Für präzise Löcher kleiner als die Materialdicke empfiehlt sich Bohren oder Stanzen. Größere Aussparungen können problemlos gelasert werden. Platzieren Sie Löcher mit ausreichend Abstand zum Rand und zu Biegelinien, um Verformungen zu vermeiden.

Materialausnutzung und Nesting

Um Material zu sparen, lohnt sich die Verschachtelung (Nesting) der Teile im Blech. Programme berechnen automatisch die optimale Anordnung, sodass möglichst wenig Abfall entsteht. Bei Serienproduktion kann durch die Verwendung von Standardblechformaten Material effizient eingesetzt werden.

Kombination mit Biege- und Schweißprozessen

Laserzuschnitte werden häufig weiterverarbeitet, z. B. durch Abkanten oder Schweißen. Berücksichtigen Sie Biegeradien und Schweißnahtvorbereitungen bereits beim Laserschneiden. So lassen sich Schweißnähte in Falzen verstecken oder an Nuten ausrichten. Ein passgenauer Zuschnitt erleichtert die Montage und verbessert die Qualität der Schweißverbindung.

Abkanten

Anwendungen des Laserschneidens

Das Laserschneiden wird in vielen Branchen eingesetzt. Einige typische Anwendungen:

Maschinen- und Anlagenbau

Gehäuse, Abdeckungen, Maschinenteile und Montageplatten werden präzise zugeschnitten. Die große Flexibilität des Lasers ermöglicht Prototypenbau und Serienfertigung ohne Werkzeugkosten. Auch dickere Komponenten wie Halterungen oder Konsolen werden mit Laserschneiden vorbereitet und anschließend geschweißt.

Luft- und Raumfahrt

Leichtbau ist hier entscheidend. Faserlaser schneiden dünne Aluminium- und Titanbleche mit hoher Genauigkeit. Komplexe Strukturen können in einem Stück gefertigt werden, was die Montage erleichtert und das Gewicht senkt.

Automotive

Von Karosserieteilen bis zu Innenraumkomponenten – Laserschneiden wird in allen Bereichen der Fahrzeugfertigung genutzt. Besonders bei Elektromobilität und Batterietechnologie kommt die Technologie zum Einsatz, etwa bei der Herstellung von Zellhaltern oder Kühlplatten.

Medizintechnik und Pharma

Gerätegehäuse aus Edelstahl müssen hygienische Anforderungen erfüllen. Laserschneiden erlaubt glatte Kanten, die leicht zu reinigen sind. Auch filigrane Teile wie chirurgische Instrumente oder Implantate werden mit Präzisionslasern gefertigt.

Architektur und Design

Künstlerische Fassaden, Beschilderungen und Möbel profitieren von den gestalterischen Freiheiten des Laserschneidens. Filigrane Muster und individuelle Formen lassen sich realisieren, ohne dass zusätzliche Werkzeuge benötigt werden.

Elektronik und Energietechnik

Leiterplatten, Kühlkörper und Gehäuse aus Aluminium oder Kupfer werden gelasert. Die Kombination aus leitfähigen Materialien und präzisem Zuschnitt ist entscheidend für die Leistung elektronischer Geräte.

Gehäuse, Schaltschränlke

Praxisbeispiele aus der GEMTEC‑Produktion

Gehäuse für ein Steuerungssystem

Ein Kunde aus dem Maschinenbau benötigte ein komplex geformtes Gehäuse für eine Steuerungseinheit. Das Bauteil musste verschiedene Durchbrüche für Kabel und Kühlung aufweisen und durfte keine scharfen Kanten haben. GEMTEC schnitt das Gehäuse aus 1,5‑mm‑Edelstahl mittels Faserlaser. Die filigranen Öffnungen wurden präzise gelasert, und die Schnittkanten waren gratfrei. Anschließend wurde das Bauteil gebogen und verschweißt. Eine Schleifbehandlung sorgte für eine matte Oberfläche, die leicht zu reinigen ist. Dank des Lasers konnte das Gehäuse ohne Werkzeugkosten in kurzer Zeit gefertigt werden.

Batteriewanne aus Aluminium für ein E‑Fahrzeug

Ein Automobilzulieferer beauftragte GEMTEC mit der Fertigung einer Batteriewanne aus Aluminium. Die Anforderungen: geringes Gewicht, hohe Dichtigkeit und komplexe Geometrie mit Kühlkanälen. Der Zuschnitt erfolgte auf der VENTIS AJ, die mit LBC‑Technologie eine glatte Schnittkante liefert und Aluminium bis 10 mm Dicke effizient schneidet. Die Teile wurden anschließend gebogen und verschweißt. Durch die präzisen Laserzuschnitte passten alle Komponenten exakt zusammen, was die Dichtheit der Batteriewanne sicherstellte.

Fassadenelemente mit filigranen Mustern

Ein Architekt plante eine Fassade mit lichtdurchlässigen Metallpaneelen. Jedes Paneel hatte ein unterschiedliches, organisches Muster. Mit der ENSIS 4020 AJ konnte GEMTEC die Paneele aus Aluminium in einer Größe von 4 × 2 m lasern. Die adaptiven Laserparameter ermöglichten feine Details und saubere Schnittkanten. Die Paneele erhielten eine Pulverbeschichtung in der gewünschten Farbe und wurden anschließend montiert. Die Kombination aus präziser Lasertechnik und kreativem Design führte zu einer eindrucksvollen Fassade.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Laserschneiden

Welche Materialien können mit Faserlasern geschnitten werden?

Faserlaser können eine Vielzahl von Materialien bearbeiten: Baustahl, Edelstahl, Aluminium, Messing, Kupfer und Titan. Für jedes Material werden spezifische Parameter eingestellt, um eine optimale Schnittqualität zu erreichen. Dickere Materialien erfordern eine höhere Laserleistung.

Was ist der Unterschied zwischen Stickstoff- und Sauerstoffschneiden?

Beim Stickstoffschneiden wird der Laserstrahl von Stickstoff umgeben, der das Material aus der Schnittfuge bläst und Oxidation verhindert. Dies erzeugt eine saubere, glänzende Schnittkante – ideal für Edelstahl. Sauerstoff hingegen reagiert mit dem geschmolzenen Metall und erzeugt zusätzliche Wärme, was den Schneidprozess bei Baustahl unterstützt. Allerdings entsteht eine Oxidschicht an der Schnittkante, die für weitere Bearbeitungsschritte berücksichtigt werden muss.

Ab welcher Materialdicke lohnt sich Laserschneiden gegenüber anderen Verfahren?

Laserschneiden ist besonders effizient bei dünnen und mittleren Blechstärken (bis ca. 25 mm bei Stahl und 15 mm bei Edelstahl). Bei sehr dicken Blechen oder wenn nur gerade Schnitte erforderlich sind, kann das Brennschneiden oder Wasserstrahlschneiden wirtschaftlicher sein. Dank moderner Maschinen und hoher Effizienz wird Laserschneiden jedoch auch bei dickeren Blechen zunehmend eingesetzt.

Wie wird die Qualität beim Laserschneiden sichergestellt?

GEMTEC nutzt modernste Maschinen mit präziser Steuerung und regelmäßig kalibrierter Optik. Die Parameter für jedes Material werden sorgfältig eingestellt. Nach dem Schneiden werden Teile auf Maßhaltigkeit und Schnittqualität geprüft. Bei Bedarf werden die Schnittkanten entgratet. Dokumentierte Prozesse und Qualitätssicherungsmaßnahmen garantieren gleichbleibende Ergebnisse.

Können Laserzuschnitte nachträglich verändert werden?

Ja. Zuschnitte können gebohrt, gefräst, geschweißt oder gebogen werden. Beim Konstruieren sollten jedoch die thermische Beeinflussung und die Materialstruktur berücksichtigt werden. Für kleine Änderungen an der Kontur ist ein erneuter Laserzuschnitt oft die einfachste Lösung.

Laserschneiden – Effizienz für Ihre Bauteile

Das Laserschneiden hat sich als eines der vielseitigsten und präzisesten Verfahren zur Bearbeitung von Blechen etabliert. Mit Faserlaser- und Stanz-Laser-Kombinationen können sowohl einfache als auch komplexe Formen effizient und reproduzierbar gefertigt werden. Die Vorteile liegen in der hohen Schnittqualität, kurzen Rüstzeiten und der Möglichkeit, unterschiedlichste Materialien zu verarbeiten. Gleichzeitig sorgt die geringe Wärmeeinflusszone für minimale Verformungen und geringe Nacharbeit. Moderne Anlagen wie die AMADA VENTIS AJ und ENSIS AJ bieten zusätzliche Features wie variable Strahlsteuerung und energieeffiziente Leistung, wodurch auch anspruchsvolle Projekte wirtschaftlich umgesetzt werden können.

Egal, ob Sie Prototypen, Kleinserien oder große Stückzahlen benötigen – GEMTEC unterstützt Sie bei der Auswahl des geeigneten Laserverfahrens, berät bei der Konstruktion und liefert fertige Teile in höchster Qualität. Nutzen Sie die Vorteile des Laserschneidens, um Ihre Projekte schneller, präziser und wirtschaftlicher umzusetzen.

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