Metallrahmen nach Maß – präziser Laserzuschnitt, Biegen & Schweißen

Veröffentlicht am
December 10, 2025
Laserschneiden
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Maßgeschneiderte Metallrahmen werden in vielen Branchen gebraucht, weil Standardlösungen oft nicht passen. GEMTEC begleitet Kunden von der Idee bis zur fertigen Baugruppe: Gemeinsam werden Anforderungen erfasst, CAD-Modelle erstellt und bei Bedarf Prototypen gefertigt. Anschließend erfolgt der Zuschnitt auf modernen Laseranlagen, das Abkanten und Rundbiegen, gefolgt von Schweißen (MIG/MAG, WIG oder Punktschweißen) und der Oberflächenbearbeitung. Verschiedene Materialien wie Edelstahl, Aluminium und Baustahl bieten jeweils eigene Vorteile, etwa Korrosionsbeständigkeit oder geringes Gewicht. Durch präzise Fertigungsschritte entstehen stabile, hygienische und ästhetisch ansprechende Rahmen, die genau zu den spezifischen Einsatzbedingungen passen.

Warum Metallrahmen nach Maß entscheidend sind

Metallrahmen bilden das stabile Gerüst unzähliger Anwendungen – von medizinischen Geräten über automatisierte Verpackungsmaschinen bis hin zu robusten Outdoor‑Schaltschränken. Standardlösungen aus dem Katalog passen oft nicht zu den spezifischen Anforderungen einer Maschine oder eines Projektes. Metallrahmen nach Maß schließen diese Lücke: Sie werden präzise nach Kundenvorgaben gefertigt, fügen sich nahtlos in die Konstruktion ein und bieten nicht nur Stabilität, sondern auch ansprechendes Design. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie GEMTEC individuelle Rahmen entwickelt und produziert. Schritt für Schritt begleiten wir Sie von der Idee zur fertigen Baugruppe, zeigen die Vorteile verschiedener Materialien und geben praktische Tipps zur Optimierung Ihrer Konstruktionen.

Anforderungen und Vorteile maßgeschneiderter Rahmen

Bevor der erste Laserstrahl auf das Blech trifft, lohnt sich ein Blick auf die Anforderungen, die Metallrahmen erfüllen müssen. Dabei geht es nicht nur um die reine Tragfähigkeit, sondern auch um Aspekte wie Korrosionsschutz, Hygiene, Montagefreundlichkeit und Optik.

Passgenauigkeit und funktionale Integration

Eine der zentralen Stärken maßgefertigter Rahmen liegt in ihrer exakten Anpassung. Ein Gerät oder eine Maschine besteht aus verschiedenen Komponenten – Motoren, Sensoren, Steuerungen, Verkleidungsteile –, die nahtlos zusammenarbeiten müssen. Bereits kleine Abweichungen in den Befestigungspunkten können bei der Montage zu Problemen führen oder Einbaumaße verändern. Individuell gefertigte Rahmen berücksichtigen diese Details von Anfang an. Aussparungen für Kabel, Halterungen für Displays oder Scharniere für Türen werden direkt in die Konstruktion integriert und im Laserschnitt realisiert. So ist alles am richtigen Platz, und die Montage wird erheblich erleichtert.

Laserschneiden

Stabilität und Sicherheit

Rahmen aus Metall müssen Belastungen standhalten. Im Maschinenbau wirken Kräfte aus Bewegungen, Schwingungen und Gewichten. Ein massiver, gut konstruierter Rahmen schützt die verbauten Komponenten und gewährleistet Prozesssicherheit. Die Auswahl des passenden Werkstoffs ist dafür entscheidend. Edelstahl bietet hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit, während Aluminium durch sein geringes Gewicht überzeugt. Baustahl wiederum ist kostengünstig und zuverlässig, erfordert aber zum Schutz vor Korrosion eine Beschichtung. Bei GEMTEC werden Berechnungen zur Tragfähigkeit und Schwingungsdämpfung bereits in der Konstruktionsphase durchgeführt. So stellt man sicher, dass der Rahmen nicht nur im Moment der Fertigung, sondern auch über seine gesamte Lebensdauer stabil bleibt.

Hygienische und optische Anforderungen

In Branchen wie der Lebensmittelverarbeitung oder der Medizintechnik ist Hygiene essenziell. Glatte Oberflächen, abgerundete Kanten und die Wahl der richtigen Legierung verhindern die Ansammlung von Keimen und lassen sich leicht reinigen. Edelstahlrahmen werden häufig mit einer gebürsteten oder polierten Oberfläche versehen, die optisch ansprechend ist und gleichzeitig hygienische Anforderungen erfüllt. In anderen Bereichen spielt das Design eine wichtige Rolle: Sichtbare Rahmen sollen sich harmonisch ins Gesamtdesign einfügen. Pulverbeschichtungen ermöglichen nahezu jede Farbe, während polierter Edelstahl einen edlen Look verleiht.

Materialwahl für individuelle Rahmen

Die Wahl des Materials ist der erste Schritt auf dem Weg zum maßgefertigten Rahmen. Jedes Metall hat spezifische Eigenschaften, die es für bestimmte Anwendungen besonders geeignet machen.

Edelstahl – robust und korrosionsbeständig

Edelstahllegierungen wie 1.4301 (AISI 304) oder 1.4404 (AISI 316L) zeichnen sich durch ihre hohe Korrosionsbeständigkeit aus. Diese Eigenschaft macht sie ideal für Umgebungen, in denen Feuchtigkeit, Chemikalien oder Reinigungsmittel vorhanden sind. Edelstahl behält auch bei hohen Temperaturen seine Form und Festigkeit und ist hygienisch, da sich die Oberfläche leicht reinigen lässt. In Anwendungen der Lebensmittel- und Pharmatechnik ist Edelstahl daher erste Wahl. Er eignet sich jedoch auch für dekorative Rahmenelemente, die einen hochwertigen Eindruck vermitteln sollen. Bedenken Sie bei der Konstruktion, dass Edelstahl ein höheres Gewicht als Aluminium hat und bei dicken Wandstärken kostenintensiver ist.

Aluminium – leicht und formbar

Aluminiumlegierungen wie EN AW‑5083 oder EN AW‑5754 bieten ein hervorragendes Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht. Aluminium ist leichter als Stahl und lässt sich gut biegen sowie fräsen. Aufgrund seiner natürlichen Oxidschicht ist es korrosionsbeständig, kann aber durch Eloxieren oder Pulverbeschichtung zusätzlich geschützt und optisch veredelt werden. Diese Kombination macht Aluminiumrahmen ideal für mobile Geräte, medizinische Trolleys, Halterungen für elektronische Geräte oder architektonische Anwendungen, bei denen Gewicht gespart werden soll. Beachten Sie, dass Aluminium etwas weniger steif ist als Stahl und bei höheren Lasten größere Querschnitte benötigt.

Baustahl – preiswert und vielseitig

Baustahl ist der Klassiker im Maschinenbau. Typische Güten wie S235 oder S355 sind gut schweißbar und bieten hohe Festigkeit. Sie sind kostengünstig und eignen sich für robuste Rahmen, Gestelle und Maschinenteile. Damit der Rahmen gegen Korrosion geschützt ist, empfiehlt sich eine Oberflächenbehandlung wie Verzinken, Lackieren oder Pulverbeschichten. Gemäß Ihrer Anforderungen wählen Sie die passende Stahlgüte: S355 hat eine höhere Streckgrenze und kann höhere Lasten aufnehmen als S235. Baustahl bietet sich an, wenn Gewicht weniger wichtig ist und eine robuste, langlebige Konstruktion gefragt ist.

Von der Idee zum fertigen Rahmen: Der Konstruktionsprozess

Ein durchdachter Konstruktionsprozess ist das Fundament einer erfolgreichen Fertigung. Bei GEMTEC beginnt die Zusammenarbeit mit einer ausführlichen Beratung, in der die Anforderungen und Rahmenbedingungen geklärt werden.

Erfassung der Anforderungen

Zu Beginn der Konstruktion steht das Gespräch mit dem Kunden. Folgende Fragen helfen, die Parameter des Rahmens zu definieren:

  • Welche Abmessungen und Toleranzen sind gefordert?
  • Welche Lasten, Kräfte oder Schwingungen treten während des Betriebs auf?
  • Welche Einbauteile müssen integriert werden (Motoren, Steuerungen, Kabel, Anschlüsse)?
  • Wo sind Schnittstellen zu anderen Baugruppen oder Gehäusen?
  • Welche Anforderungen bestehen an Hygiene, Korrosionsschutz und Optik?

Diese Informationen fließen in ein Pflichtenheft ein, das als Basis für das 3D‑Modell dient.

CAD‑Modellierung und Simulation

Im nächsten Schritt erstellen Konstrukteure ein detailliertes 3D‑Modell des Rahmens. Moderne CAD‑Software ermöglicht es, alle Komponenten virtuell zu platzieren und auf Kollisionen zu prüfen. Durch finite‑Elemente‑Analysen (FEA) lassen sich Belastungen simulieren. So kann der Ingenieur sehen, an welchen Stellen das Material verstärkt oder eingespart werden kann. Ein besonderer Fokus liegt auf den Biegekanten: Biegeradien und Materialausdehnung werden berücksichtigt, um später im Fertigungsprozess eine präzise Geometrie zu erhalten.

3D-Modell

Prototyping und Anpassung

Für komplexe Rahmen empfiehlt sich ein Prototyp. Mit Hilfe moderner Fertigungstechniken wie schnellem 3D‑Druck, Laserschneiden und manuellem Biegen kann ein funktionsfähiges Muster hergestellt werden. Dieser Prototyp dient zur Überprüfung der Passform und Montagefreundlichkeit. Anhand der Erkenntnisse aus dem Prototypenbau werden Änderungen am CAD‑Modell vorgenommen. Erst wenn das Modell alle Anforderungen erfüllt und das Baugruppen-Layout bestätigt ist, beginnt die Serienfertigung.

Fertigungstechnologien im Detail

GEMTEC setzt auf einen modernen Maschinenpark, der alle Schritte der Rahmenfertigung abdeckt. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Technologien vor und erklären ihre Besonderheiten und Vorteile.

Laserzuschnitt – präzise Formen ohne Grat

Beim Laserschneiden wird ein fokussierter Lichtstrahl genutzt, der Metall lokal zum Schmelzen bringt und so komplexe Geometrien mit hoher Genauigkeit trennt. GEMTEC verfügt über mehrere Faserlasermaschinen unterschiedlicher Leistungsklassen. Die AMADA LC 2515 C1 AJ ist ein Kombisystem aus Stanzmaschine und Laser. Sie verfügt über eine 22‑Tonnen‑Stanze und einen 3‑kW‑Faserlaser. Die Maschine ist mit einem 44‑Stations-Multi‑Purpose‑Turm ausgerüstet und kann neben dem Schneiden auch tappen, formen und Gewinde einbringen. Diese Multifunktionalität ermöglicht eine äußerst effiziente Fertigung, da Werkstücke in einem Arbeitsgang bearbeitet werden können.

Eine weitere Anlage ist die VENTIS 3015 AJ. Sie nutzt die sogenannte Locus Beam Control (LBC) und erreicht dadurch eine Schnittqualität, die sonst erst bei deutlich höheren Laserleistungen möglich ist. Die LBC‑Technologie moduliert die Strahlposition im Schnittspalt, was zu einer sehr glatten Schnittkante führt und Schlacke sowie Nacharbeit minimiert. Der Stromverbrauch sinkt im Vergleich zu herkömmlichen 4‑kW‑Lasern und die Anlage kann je nach Betriebsmodus drosselfrei bis zu 15 mm starkes Edelstahlblech schneiden.

Für besonders große Formate steht die ENSIS 4020 AJ zur Verfügung. Mit einem Bearbeitungsbereich von 4 × 2 Metern und einer Leistung von bis zu 6 kW verarbeitet sie Baustähle, Edelstahl, Aluminium sowie Buntmetalle. Die Maschine besitzt eine variable Strahlsteuerung, sodass sie sowohl dünne als auch dicke Blechstärken schneiden kann. Ein hohes Maß an Automatisierung reduziert Personalbedarf und erhöht die Prozesssicherheit.

Vorteile des Laserzuschnitts:

  • Hohe Präzision: Schnittspalte im Bereich von Zehntelmillimetern ermöglichen komplizierte Konturen.
  • Schnelligkeit: Abhängig vom Material lassen sich Teile in Sekunden schneiden.
  • Wärmebeeinflusste Zone gering: Verzug und Gefügeveränderungen im Material sind minimal.
  • Materialvielfalt: Der gleiche Laser kann Stahl, Edelstahl, Aluminium und sogar Kupfer bearbeiten.

Abkanten und Rundbiegen – Blech in Form bringen

Nach dem Laserschneiden erhalten die Flachstücke ihre räumliche Gestalt. Dazu nutzt GEMTEC verschiedene Abkantpressen und Rundbiegemaschinen.

CNC‑Abkantpressen

Beim Abkanten wird das Blech in einer Presse zwischen Stempel und Matrize gebogen. Die Genauigkeit der Winkel und Längen hängt von der Präzision der Maschine, der Werkzeugauswahl und der Programmierung ab. Moderne Abkantpressen wie die HG‑1003 ATC verfügen über einen automatischen Werkzeugwechsler. Dieser hält viele verschiedene Ober- und Unterwerkzeuge bereit und rüstet sie vollautomatisch entsprechend der Biegefolge. Ein integrierter Biegewinkelsensor misst die tatsächliche Biegung und gleicht Materialtoleranzen aus. Dadurch lassen sich auch kleine Serien ohne manuellen Umbau wirtschaftlich fertigen.

Die HFP 130‑3L zeichnet sich durch eine besondere Konstruktion aus. Sie benötigt keine zusätzliche Wölbung am Unterbalken, da ihre Kinematik für eine gleichmäßige Druckverteilung sorgt. Die Maschine besitzt ein Digipro‑System zur drahtlosen Winkelmessung und kann bei Bedarf mit einem langen Hub oder einer höheren Geschwindigkeit bestellt werden – ideal für Prototypen und Serienproduktion.

Andere Pressen im Maschinenpark wie die HD 130‑3L NL und die HFE 3i 5020 ergänzen das Portfolio. Sie bieten energiesparende Hybridantriebe und intuitive Steuerungen. Gemeinsam decken sie ein breites Spektrum an Blechstärken und Bauteillängen ab.

Rundbiegemaschinen

Für runde oder gebogene Rahmenabschnitte setzt GEMTEC Drei‑Rollen‑Biegemaschinen ein. Mit verstellbaren Rollen lassen sich Radien präzise einstellen. Typische Anwendungsfälle sind runde Gehäuse, Halterungen für Rohre oder gebogene Designprofile. Durch die Möglichkeit, die Radien stufenlos zu verändern, können sowohl enge Bögen als auch großflächige Rundungen realisiert werden. Beim Rundbiegen ist die Materialrückfederung zu berücksichtigen; durch Erfahrungswerte und Tests wird der Vorbiegewinkel entsprechend angepasst.

Schweißen – dauerhafte Verbindungen für hohe Belastungen

Die Einzelteile eines Rahmens werden durch Schweißen dauerhaft miteinander verbunden. Jedes Schweißverfahren hat spezifische Vorteile:

Schweißen

MIG/MAG‑Schweißen

Beim metallischen Inertgas‑ (MIG) und metallischen Aktivgas‑Schweißen (MAG) wird ein kontinuierlicher Draht unter Schutzgas zugeführt. MAG eignet sich für un- oder niedriglegierte Stähle, während MIG bei Aluminium und Edelstahl zum Einsatz kommt. Das Verfahren ist schnell und ermöglicht lange Nähte mit hoher Festigkeit. Bei GEMTEC kommen moderne Inverterschweißgeräte wie das FRONIUS TPS 320i C PULSE 4R FSC zum Einsatz. Diese Geräte bieten Puls- und Synergic‑Funktionen, die den Lichtbogen stabilisieren und Spritzer minimieren. Die Bedienung ist digital gesteuert, wodurch Schweißparameter präzise eingestellt werden können.

WIG‑Schweißen (TIG)

Beim Wolfram-Inertgas-Schweißen wird mit einem nicht abschmelzenden Wolframelektrodenstab gearbeitet. Ein Zusatzdraht wird manuell zugeführt. Dadurch sind äußerst saubere und präzise Nähte möglich. WIG‑Schweißen eignet sich für dünne Bleche und hochwertige Edelstahlrahmen. Der Verzug ist gering, die Schweißnaht nahezu frei von Schlacken und Spritzern. GEMTEC nutzt Geräte wie den MIGATRONIC PI‑MPS 350 AC/DC, die sowohl Gleichstrom (für Stahl und Edelstahl) als auch Wechselstrom (für Aluminium) bereitstellen.

Punktschweißen

Für das Verbinden von Blechen ohne durchgehende Naht wird das Widerstandspunktschweißen eingesetzt. Zwei Elektroden pressen die Bleche zusammen und erzeugen durch Stromfluss eine Schweißlinse. Punktschweißzangen wie die TECNA TEC‑3322 und TE 300 sorgen für schnelle Taktzeiten und eignen sich für die Serienfertigung. Punktschweißen ist besonders dann vorteilhaft, wenn auf sichtbaren Seiten keine Naht gewünscht ist oder mehrere Lagen miteinander verbunden werden.

Schweißvorrichtungen und Qualitätssicherung

Damit Rahmen exakt dimensioniert bleiben, kommen Schweißvorrichtungen und Lehren zum Einsatz. Sie fixieren die Bauteile in Position und verhindern, dass Wärmeverzug zu Maßabweichungen führt. Nach dem Schweißen werden die Nähte visuell und teilweise zerstörungsfrei (z. B. durch Röntgen oder Ultraschall) geprüft. Bei besonders sicherheitsrelevanten Anwendungen werden Schweißverfahren qualifiziert und durch Schweißverfahrensprüfungen dokumentiert.

Schleifen, Entgraten und Oberflächenveredelung

Nach dem Schweißen ist der Rahmen weitgehend fertig, doch für viele Anwendungen muss die Oberfläche weiterbehandelt werden. Grate, Spritzer und unebene Schweißnähte würden die Optik beeinträchtigen und könnten zu Verletzungen führen.

Schleifmaschinen und Entgraten

GEMTEC nutzt leistungsfähige Schleifmaschinen. Die Kuhlmeyer Bandschleifmaschine ermöglicht das ebene Schleifen großer Flächen. Für die Kantenbearbeitung kommt der Loewer DiscMaster 6TD zum Einsatz. Dieses Gerät besitzt zwei Entgrat- und zwei Kantenrundungswerkzeuge, die über das Werkstück oszillieren. Damit lassen sich Grate entfernen und saubere, leicht abgerundete Kanten erzeugen. Der Loewer BeltMaster K 4TD bietet ein breites Schleifband zum Glätten von großen Oberflächen. Durch diese Maschinen entstehen gleichmäßige Oberflächen, die sich perfekt für Beschichtungen oder als sichtbares Finish eignen.

Oberflächenbehandlung

  • Schleifen und Polieren: Für Edelstahlrahmen kann ein geschliffenes oder poliertes Finish gewählt werden. Dabei entstehen matte, seidenmatte oder glänzende Oberflächen, je nach Körnung des Schleifmittels. Polierte Oberflächen sind hygienisch und leicht zu reinigen.
  • Pulverbeschichtung: Hierbei wird ein Pulver elektrostatisch aufgetragen und anschließend im Ofen eingebrannt. Das Ergebnis ist eine widerstandsfähige, gleichmäßige Farbschicht. Pulverbeschichtungen bieten viele Farbvarianten, sind unempfindlich gegen Stöße und Witterungseinflüsse und eignen sich hervorragend für Außenanwendungen.
  • Verzinkung und Lackierung: Für Baustahlrahmen empfiehlt sich ein Korrosionsschutz. Feuerverzinken bietet einen dauerhaften Schutz durch eine Zinkschicht, die das Material vor Rost bewahrt. Zusätzlich kann eine Lackierung oder Pulverbeschichtung aufgebracht werden.

Baugruppenmontage und Endkontrolle

Ein Rahmen ist meist Teil eines größeren Systems. Daher übernimmt GEMTEC bei Bedarf die Baugruppenmontage. Gewindeeinsätze, Scharniere, Dichtungen, Türscharniere oder Kabelkanäle werden montiert und auf Passgenauigkeit geprüft. Abschließend erfolgt eine Qualitätskontrolle. Dabei werden Maße, Winkel, Schweißnähte, Oberflächen und Funktionen getestet. Dokumentierte Prüfprotokolle sichern die Nachverfolgbarkeit – ein Vorteil für Branchen mit hohen Sicherheitsstandards.

Montage

Tipps für Konstrukteure: Effiziente und kostensparende Rahmen entwerfen

Selbst der beste Maschinenpark kann Konstruktionsfehler nicht ausgleichen. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, einen Metallrahmen so zu gestalten, dass er sich effizient fertigen lässt und alle Anforderungen erfüllt.

Biegegerechtes Design

  • Radien einplanen: Beim Biegen wird das Material in einen Radius geformt. Ein zu kleiner Radius kann zu Materialrissen führen, ein zu großer Radius erhöht den Materialaufwand. Ein Faustwert lautet: Der Innenradius sollte mindestens die Materialstärke betragen.
  • Kantenabstände einhalten: Bohrungen und Aussparungen sollten einen Mindestabstand zur Biegeline aufweisen. Eine gängige Regel ist das Zwei- bis Dreifache der Blechdicke.
  • Biegefolge berücksichtigen: Mehrere Biegungen hintereinander können sich gegenseitig beeinflussen. Planen Sie die Biegefolge so, dass jedes Flächenteil frei zugänglich bleibt. Aufwendige Spezialwerkzeuge lassen sich so vermeiden.

Verbindungstechnik

  • Gewinde und Inserts: Verwenden Sie Einpressmuttern, Einpressbolzen oder Schweißtüllen, um stabile Befestigungspunkte zu schaffen. Sie sind belastbarer als Gewindebohrungen im dünnen Blech.
  • Verschraubungen vs. Schweißen: Entscheiden Sie, welche Verbindungen lösbar sein müssen. Schraubverbindungen erleichtern die Wartung, während Schweißnähte dauerhaft und vibrationsfest sind.

Materialeffizienz

  • Wandstärke gezielt wählen: Mehr Material bedeutet mehr Gewicht und höhere Kosten. Verwenden Sie nur dort dicke Bleche, wo hohe Lasten auftreten. Verstärkungen können lokal eingesetzt werden.
  • Standardprofile nutzen: Rechteckrohre, T‑Profile und U‑Profile sind genormt und kostengünstig. Der Einsatz von Standardprofilen erleichtert die Beschaffung und reduziert Fertigungsaufwand.

Prototyping und Testen

  • Frühe Tests: Nutzen Sie Prototypen, um Passungen, Montageabläufe und Belastbarkeit zu prüfen. Frühzeitige Erkenntnisse verhindern teure Änderungen in der Serie.
  • Montagesimulation: Durch virtuelle Montagesimulationen lassen sich potenzielle Probleme im Vorfeld erkennen. Ein „digitaler Zwilling“ kann Kollisionen und Ergonomieprobleme aufzeigen.

Normen und Regularien beachten

Rahmen werden oft für Anlagen mit hohen Sicherheitsanforderungen eingesetzt. Prüfen Sie bereits in der Konstruktionsphase, ob Normen wie die Maschinenrichtlinie, ATEX (für explosionsgefährdete Umgebungen) oder Hygienestandards eingehalten werden müssen. Dokumentieren Sie Bauteile und Materialien entsprechend – das erleichtert Zertifizierungen und Abnahmen.

Erfolgreiche Rahmenprojekte

Hygienischer Edelstahlrahmen für ein Medizinprodukt

Ein Entwickler aus der Medizintechnik suchte einen Rahmen, der ein kompaktes Analysegerät tragen sollte. Anforderungen waren hygienische Oberflächen, integrierte Kabelkanäle und eine sichere Fixierung von Elektronikmodulen. In enger Abstimmung mit GEMTEC entstand ein Rahmen aus Edelstahl 1.4404. Die Bauteile wurden auf der Ventis AJ geschnitten, anschließend abgekantet und mit WIG‑Schweißnähten verbunden. Die Schweißnähte wurden geschliffen und poliert, sodass ein glattes, leicht zu reinigendes Oberflächenbild entstand. Die integrierten Kabelkanäle ließen sämtliche Leitungen verschwinden, und dank präziser Laserschnitte passten alle Module ohne Nacharbeit.

Robuster Stahlrahmen für eine Verpackungsanlage

Ein Hersteller für Verpackungstechnik benötigte einen Rahmen, der große Zug- und Druckkräfte aufnehmen sollte. Er entschied sich für S355 Baustahl in einer Wandstärke von 6 mm. Die Zuschnitte erfolgten auf der ENSIS 4020 AJ, damit auch große Blechformate verarbeitet werden konnten. Abkanten und Schweißen wurden mit der HFP 130‑3L und MIG‑Schweißgeräten realisiert. Eine Pulverbeschichtung in signalgelb schützt den Rahmen vor Korrosion und macht die Anlage zugleich gut sichtbar. Um den Verzug beim Schweißen zu minimieren, kam eine spezielle Schweißlehre zum Einsatz. Nach der Montage wurden Standsicherheitstests durchgeführt, bei denen der Rahmen alle Anforderungen übertraf.

Leichter Aluminiumrahmen für ein mobiles Messgerät

Ein Anbieter mobiler Messtechnik wünschte sich einen Transportrahmen, der leicht und dennoch robust war. Die Wahl fiel auf eine Aluminiumlegierung, die ein guter Kompromiss zwischen Gewicht und Festigkeit ist. Mit Hilfe der AMADA LC 2515 C1 AJ wurden die Profile exakt ausgeschnitten. Die Abkantpressen formten die nötigen Winkel, und beim Rundbiegen entstanden ergonomische Griffe. Die Teile wurden durch WIG‑Schweißen verbunden und anschließend geschliffen, um saubere Übergänge zu erzielen. Eine farbige Pulverbeschichtung verlieh dem Rahmen ein modernes Erscheinungsbild. Der leichte Rahmen erleichtert den Transport des Messgeräts erheblich, ohne seine Stabilität zu beeinträchtigen.

Ihr Partner für maßgefertigte Metallrahmen

Maßgeschneiderte Metallrahmen bringen Ihr Projekt auf das nächste Level. Sie verbinden Funktionalität, Langlebigkeit und Design in einer Einheit. Mit einem erfahrenen Partner wie GEMTEC an Ihrer Seite profitieren Sie von moderner Technik, umfassender Beratung und hoher Fertigungstiefe. Ob Edelstahl, Aluminium oder Stahl – wir wählen gemeinsam das passende Material, berücksichtigen Normen und setzen Ihre Konstruktion mit Präzision um. Vom ersten Entwurf über den Laserzuschnitt bis zur Endmontage sind Ihre Anforderungen in besten Händen.

Nutzen Sie die Vorteile von individuellen Rahmen: Passgenauigkeit, höhere Stabilität, einfachere Montage und ästhetische Gestaltung. GEMTEC begleitet Sie bei jedem Schritt – kompetent, partnerschaftlich und zuverlässig.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Mindestbestellmenge gibt es für einen maßgeschneiderten Rahmen?

GEMTEC produziert sowohl Einzelstücke als auch Serien. Es gibt keine Mindestbestellmenge. Dank moderner, flexibel umrüstbarer Maschinen sind auch kleine Losgrößen wirtschaftlich.

Wie wird die Qualität der Schweißnähte sichergestellt?

Die Schweißarbeiten werden von zertifizierten Schweißern ausgeführt. Vorrichtungen halten die Bauteile in Form, und moderne Inverterschweißgeräte sorgen für stabile Lichtbögen. Abschließend werden Nähte visuell und bei Bedarf mit zerstörungsfreien Verfahren geprüft.

Kann ich meine eigene Konstruktion liefern?

Ja. Sie können bestehende CAD‑Daten übermitteln. GEMTEC prüft die Machbarkeit, optimiert bei Bedarf die Biegefolge und erstellt ein Angebot. Alternativ unterstützt unser Konstruktionsteam Sie bei der Neuentwicklung.

Wie wird der Rahmen vor Korrosion geschützt?

Je nach Material bieten sich verschiedene Oberflächenbehandlungen an: Edelstahl ist von Natur aus korrosionsbeständig. Stahlrahmen können verzinkt, lackiert oder pulverbeschichtet werden. Aluminium erhält durch Eloxieren oder Pulverbeschichten zusätzlichen Schutz.

Wie schnell erhalte ich ein Angebot und eine Lieferzeit?

Nach der Klärung Ihrer Anforderungen und gegebenenfalls der Sichtung von Zeichnungen erhalten Sie zeitnah ein Angebot. Lieferzeiten hängen von Komplexität, Materialverfügbarkeit und Losgröße ab. In dringenden Fällen sind Expressfertigungen möglich.

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